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Diphtherie

800px-Corynebacterium diphtheriae Gram stainDiphtherie ist eine akute, manchmal lebensbedrohliche Infektion, die in den meisten Fällen die oberen Atemwege befällt. Ausgelöst wird Diphtherie durch Corynebacterium diphtheriae, ein Bakterium, das Gifte bilden kann. Diese Diphtherie-Toxine zerstören Zellen und schädigen die betroffenen Schleimhäute.

Corynebakterien befallen nicht nur den Rachen. In seltenen Fällen schädigen sie zusätzlich auch die Herzmuskulatur, Leber, Nieren und Nerven. Mediziner sprechen dann von der so genannten toxischen Diphtherie.

Ohne Behandlung verläuft die Diphtherie häufig tödlich. Krankheitsverdacht, Erkrankung und Tod durch Diphtherie sind in Deutschland meldepflichtig. Mit einer Impfung lässt sich einer Ansteckung mit Diphterie vorbeugen.

Symptome:
Nach einer Inkubationszeit von wenigen Tagen beginnt die Diphtherie meist im Rachenbereich mit Halsschmerzen und Schluckbeschwerden, leichtem Fieber und Abgeschlagenheit. Auf den Mandeln bilden sich typische, festsitzende weiß-gelbliche Beläge, die so genannten Pseudomembranen. Diese können auf den Nasen-Rachenraum übergreifen. Versucht man diese Beläge abzustreifen, beginnt die darunterliegende Schleimhaut zu bluten. Charakteristisch für Diphtherie ist zudem ein faulig-süßlicher Mundgeruch.

Befallen die Diphtherie-Erreger den Kehlkopf, so kommen bellender Husten (Krupp), Heiserkeit und zunehmende Atemnot hinzu. Die Atemprobleme werden durch das Anschwellen der Schleimhäute verursacht. Diese Schwellung ist die eigentliche Lebensbedrohung! Typisch für die Kehlkopfschwellung ist ein ziehendes Atemgeräusch (Stridor).

Bei Säuglingen und Kleinkindern mit Diphtherie ist häufig die Nase betroffen, und es kommt zu einem eitrig-blutigen Schnupfen.

In einigen Fällen von Diphtherie werden auch innere Organe wie Herz, Leber, Nieren oder das Nervensystem angegriffen. Dabei treten gegebenenfalls Herzrhythmusstörungen, Schlucklähmungen, Leberentzündungen und Nierenversagen auf.